REISEBERICHT: Hamburg hautnah!

07.02.2019

Raus aus dem Alltag, rein ins Leben!

Venedig des Nordens, Vergnügungsmetropole oder Handelsstadt - das sind nur ein paar Namen, die sich Hamburg in den letzten Jahrhunderten zugelegt hat.

Vom 26. bis 28. Jänner tauchte unsere Barbara Teufel in das Stadtleben Hamburgs ein und erlebte die verschiedensten Facetten dieses Fleckchens Erde hautnah - vom „Miniatur Wunderland“ bis zur „Reeperbahn“ ließ sie sich nichts entgehen und berichtet uns davon.

 

Vor-der-Reise-Checkliste

Hotelzimmer
am besten in der Nähe des Hauptbahnhofs, da dieser der zentrale Knotenpunkt ist, also alle U- und S-Bahnen hier zusammentreffen

Flug
- am besten Hinflug vormittags, Rückflug abends
- Check-In gleich online über die Website der Airline (je nach Airline bis zu 72 Std. vorher) damit keiner den gewünschten Sitzplatz wegschnappen kann und kein Stress am Flughafen entsteht
- fast alle fliegen mit Handgepäck, oft ist fast kein Platz mehr oben in den Ablagen evtl. Flug mit einem Gepäckstück

Flughafen-Parkplatz Wien
- 3 Möglichkeiten: Parkhaus (direkt), Parkplatz C (man erreicht das Terminal in ein paar Minuten zu Fuß), Mazur (ca. 10-minütige Fahrt mit dem kostenlosen Shuttle zu den Terminals – günstigste Kategorie)

Hamburg-Card
- alle öffentlichen Verkehrsmittel im Großbereich Hamburg (Achtung! Mo-Fr 9 bis 19 Uhr, So und Feiertags 10 bis 18 Uhr), unzählige Vergünstigungen bei touristischen Angeboten, ab 2 Personen kann man eine Gruppenkarte buchen, ist günstiger
- Miniatur Wunderland (Sehr empfehlenswert) - bevorzugter Einlass – kein Anstehen
- König der Löwen Musical (Sehr empfehlenswert) -vorort bekommt man kaum noch Karten und schon gar nicht die gewünschte Kategorie, deswegen unbedingt vorher buchen

 

Barbara's Städtetrip:

Tag 1:

Zuerst stand eine Fahrt mit dem Auto nach Wien Schwechat zum Mazur-Parkplatz am Programm (wenn möglich nicht gleich beim Eingang parken, sonst muss man ein größeres Stück bis zur Haltestelle gehen) für den wir uns im Voraus schon das Ticket im Reisebüro besorgt haben (beide Tickets im Auto lassen, sowohl das Ticket, das man bei der Einfahrt erhält als auch das Ticket für die Bezahlung, sonst könnte dieses leicht während der Reise verloren gehen) danach ging es mit dem Shuttlebus bis vor den Eingang der Terminals. Wir haben unseren Check-In schon 72 Stunden (Eurowings) zuvor gemacht, also mussten wir nur noch unseren Koffer aufgeben.

In Hamburg sicher gelandet, schnappten wir unseren Koffer und machten uns mit der S-Bahn (Station direkt am Flughafen) auf Richtung Hauptbahnhof. Dort angekommen, führte unser Weg direkt zur Touristeninformation, wo wir unseren Hamburg-Card-Voucher gegen das offizielle Ticket tauschten. Ein paar Schritte und schon waren wir in unserem Hotel „Novum Eleazar“ (kleine aber feine Zimmer). Kurz frisch gemacht und schon ging es weiter mit der Bahn Richtung Speicherstadt, wo wir einen kurzen Spaziergang machten, bei „mama“, einem italienischen, scheinbar frischeröffneten Restaurant, essen gingen (sehr gutes Essen, tolles Flair) und uns dann eines der größten Highlights zu Gemüte führten, das Hamburg zu bieten hat: Das „Miniatur Wunderland“.

Schnell die Jacken abgegeben (50 Cent pro Stück), ab durch den Ticketscann und rein in die faszinierende, kleine Welt. Nicht umsonst trägt diese Ausstellung den Namen Wunderland, Darstellungen von Las Vegas, der Schweiz, Hamburg und vielen mehr bis in das kleinste Detail nachgebaut und lebendig gemacht durch bewegte Fahrzeuge, Menschen und Lichteffekte, begeisterten nicht nur die Kinder, sondern auch uns.

 

Tag 2:

Gleich nach dem Frühstück sprangen wir in die U-Bahn Richtung Landungsbrücken. Wir spazierten entlang der Elbe und direkt durch den wöchentlich (Sonntag 5 bis 10 Uhr) stattfindenden Fischmarkt auf dem übriggebliebene Ware von der Woche wie Obst, Fisch etc. zu günstigen Preisen verkauft werden. Leute über Leute tummelten sich dort, die Rufe der Händler und die Schreie der gierigen Möwen vermischten sich. Wir gingen weiter bis wir schließlich beim Dockland, einem 6-stöckigen Gebäude, das einerseits als Büro und andererseits als Aussichtsplattform (toller Ausblick auf den Hafen) genutzt wird.

Auf dem Rückweg kauften wir uns ein Ticket für eine Hafenrundfahrt (Vergünstigung durch Hamburg-Card) mit einem kleinen Schiff, da die großen Schiffe nicht in die Speicherstadt fahren dürfen bzw. können (Fahrt in die Speicherstadt nur vormittags möglich wegen Ebbe und Flut bzw. wenn der Wasserstand hoch genug ist). Da die Rundfahrt nicht gleich startete, entschieden wir uns noch einen Kaffee am Hafen zu trinken in einem der unzähligen Lokalitäten (WCs in Lokalen nur gratis bei Konsumierung, ansonsten 50 Cent). An Bord des Schiffes angekommen, begrüßte uns ein waschechter Hamburger, der uns während der Fahrt durch den Frachthafen und die Speicherstadt viele interessante Fakten näherbrachte und immer wieder ein Liedchen anstimmte oder ein Gedicht zum Besten gab.

Natürlich führte auch kein Weg an der Reeperbahn vorbei, dem „Sündenpfuhl“ Hamburgs, nur ein paar Schritte vom Hafen entfernt. Da wir am Nachmittag und noch dazu sonntags dort waren, fanden wir nur die Überreste der Feiernden vor, konnten uns aber vorstellen wie es nachts in den unzähligen Kneipen und Vergnügungshäusern zugeht. Ein paar Gaststätten waren noch oder schon wieder offen, eines davon ein vietnamesisches Restaurant, für das wir uns entschieden.

Nachdem wir unsere Mägen wieder gefüllt hatten, ging es retour ins Hotel um uns für das Musical „König der Löwen“ fertig zu machen. Da sich die eigens dafür gebaute Halle auf der anderen Seite der Elbe befindet, fuhren wir mit den kostenlosen Shuttleschiff (Abfahrt alle 15 Minuten 1,5 Stunden vor der Vorstellung von der Landungsbrücke 1-3) zu unserem abendlichen Ziel. Es ist faszinierend diese Show live zu erleben (Auf keinen Fall entgehen lassen!).

 

Tag 3:

Unseren letzten Tag begannen wir sehr gemütlich, wir packten unseren Koffer und machten uns noch einmal auf den Weg in die Speicherstadt, wo noch eine große Überraschung auf uns wartete – nämlich das „Dungeon“. Ohne Plan wann die nächste „Führung“, wenn man es denn so nennen will, beginnt, suchten wir den Eingang bzw. Kassa, wo wir durch unsere Hamburg-Card wieder einiges einsparten. Wir hatten Glück und durften gleich mit der nächsten Gruppe mitgehen (es gibt keine Garderobe, Dauer 1,5 Stunden). Ich will nicht zu viel verraten, was sich in diesen Gemäuern so abspielt, aber ich kann euch eines versprechen, ihr werdet lachen, schreien, vielleicht auch weinen (nichts für schwache Nerven) und danach voller Begeisterung von euerer Reise durch die Vergangenheit Hamburgs durch die Tür nach draußen spazieren.

Um unsere Hamburg-Reise perfekt abzurunden führten wir uns zum Abschluss noch das unglaublich kostspielige Wahrzeichen der Stadt zu Gemüte die „Elbphilharmonie“. Da uns bei unserer Hafenrundfahrt gesagt wurde, dass auch hier schon Eintritt verlangt wird, zückten wir gleich unsere Geldbörsen, doch wir hatten anscheinend Glück, denn wir kamen gratis nach oben (wunderbare Aussicht auf den Hafen und die Speicherstadt).

Trotz des regnerischen Wetters hatten wir eine wirklich großartige Zeit in Hamburg, die uns viele unvergessliche Momente bescherte. Ich bin überzeugt davon, dass das nicht das letzte Mal war, dass mich diese Stadt zu Gesicht bekommen hat.

 

Städtetrip Hamburg 24.05.-27.05.2019
Flug ab Wien mit Austrian und 23kg Freigepäck
4* Hotel NH Hamburg Horner Rennbahn mit Frühstück
ab € 382,- pro Person im Doppelzimmer

 

Buchung und nähere Details HIER!

Eure Barbara Teufel